Österreichischer Milizverlag
"Feuerwerk" von Hans Edelmaier Preis € 15,--
Das Sturmgewehr ist die Waffe des Infanteristen. Vergessene Aspekte seines Einsatzes im Kampf behandelt dieses Buch.
Format A5, 130 Seiten, 103 Abbildungen. Salzburg 1997. ISBN 978-3-901185-12-7.

Die Abgabe von treffsicherem Feuer ist die ureigenste Aufgabe des Infanteristen seit der Einführung des gezogenen Laufes.
Mit zunehmender Dauer des Friedens muss eine kriegstüchtige Armee zwangsläufig an Kampfwert verlieren. Mögen auch moderne Ausbildungsverfahren wie Simulatoren den Verfall des Kampfwertes verlangsamen - ganz aufhalten können sie ihn nicht!Je lichter die Reihen derer werden, die es erlitten und ausgeteilt haben, desto rascher trübt sich der Blick für das Entscheidende im Kampf, schwindet das Wissen um das Wenige, das sein Reglement ausmacht.Dieses Buch möchte einiges von dem ins Bewusstsein des Soldaten zurückholen, was in der Routine der Friedensausbildung unterzugehen droht:

Vier Kapitel umspannen die wichtigsten Aspekte des Feuerkampfes mit dem Sturmgewehr:
1. Feuerzauberbeschreibt das "Geisterschießen" - das Phänomen, dass Soldaten in Angst nicht mehr gezielt und sorgfältig schießen, sondern ungezielt und panikartig. Das Kapitel untersucht an Hand praktischer Beispiele den Hintergrund und bietet in der Feuerdisziplin einen Lösungsansatz an.

2. Feuertaktik im Hinterhaltsetzt sich mit dem klassischen linear-flankierenden Hinterhalt auseinander und sucht darzulegen, dass eine konsequente Ausnutzung des "bestrichenen Raumes" und einer Waffenwirkung gegen aufgedeckte Ziele die Wirksamkeit des Hinterhalts enorm steigert.

3. Das Tunnelgehörbefasst sich mit dem Phänomen der selektiven Wahrnehmung im Kampfstress und erläutert das am Beispiel der "auditory exclusion". Praktische Gefechtsbeispiele zeigen die Problematik plastisch auf.

4. FreundfeuerDie Tatsache, dass Eigene von Eigenen unter Feuer genommen werden, ist alt wie der Krieg selbst und dennoch von ungeminderter Aktualität, wie zuletzt der Golfkrieg bewiesen hat. Dennoch sind die Arbeiten zu diesem Phänomen bis jetzt spärlich geblieben und haben sich insbesondere den technischen Waffengattungen gewidmet. Hier zeigt der Verfasser erstmals detailliert auf, wie sich die kleine Kampfgemeinschaft auf diese Gefahr vorbereiten kann und wie sie dem "Freundfeuer" (fratricide) entgeht.

Bild vom Buch

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