Österreichischer Milizverlag

Das Österreichische Bundesheer der Ersten Republik zwischen 1920 und 1930 - Ein Heer, das keines sein durfte

Heft ca. 206 S. DINA 5

Harald Pöcher ist Absolvent der Theresianischen Militärakademie. Er ist Brigadier und Leiter der Revisionsabteilung B. Er studierte nebenberuflich Wirtschaftswissenschaften (Volkswirtschaft) an der Universität Wien und habilitierte sich 2008 im Fach Militärwissenschaften/Verteidigungsökonomie an der ungarischen Militäruniversität. 2015 wurde ihm der Berufstitel Professor verliehen. Seit 2018 ist er Honorar Universitätsprofessor der Universität für öffentliche Dienste in Budapest. Er ist Autor von 17 Fachbüchern (Japanische Militärgeschichte, Rüstungsindustrie, Verteidigungsökonomie) sowie von zahlreichen Aufsätzen, unter anderem auch für den Pallasch.

Roland Schaffer wurde 1974 in Zeltweg geboren. Im Oktober 1992 rückte er als Einjährig-Freiwilliger zum FlAB 2 ein. Nach Absolvierung eines Auslandseinsatzes bei AUCON/UNFICYP in Zypern studierte er in Graz und Wien Geschichte und Volkskunde um 2004 in „Österreichischer Geschichte“ zu Promovieren. Ab 2000 war er S2&S5 sowie S1 an der Heeresversorgungsschule. Seit 2004 ist er stellvertretender Leiter der Österreichischen Militärbibliothek. Dem Oberst des höheren militärfachlichen Dienstes wurde 2008 der Status eines „Experten für Geschichte“ im Bundesministerium für Landesverteidigung zuerkannt.

Die Republik Österreich durfte gemäß dem Friedensdiktat nur ein 30.000 Mann starkes Berufsheer aufstellen, welchem es nicht erlaubt war über Kampfpanzer und Flugzeuge zu verfügen. Es war daher in seinem Einsatzwert stark eingeschränkt und eine ernstzunehmende Landesverteidigung nicht möglich.

Das Buch analysiert im ersten Teil die ersten 10 Jahre des Bestandes des österreichischen Bundesheeres der ersten Republik. In der Zeit zwischen 1920 und 1930 litt das Heer an einem permanenten Personal- und auch Geldmangel, sodass das Heer nur etwas mehr als 22.000 Mann verfügte und das Verteidigungsbudget keine großen Investitionen zuließ. Der zweite Teil dient dem Abdruck einer Publikation über das österreichische Bundesheer, welche 1929 vom Bundesministerium für Heerwesen veröffentlicht wurde und welche den Gedanken der Wehrhaftigkeit im Volk fördern sollte. Es ist ein, soweit es die Autoren als Nichtzeitzeugen zu beurteilen vermögen, eine ungeschminkte Darstellung des Bundesheeres der ersten Republik Österreich.